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Aktuelles

Die Verbandsgemeindewerke der VG Weilerbach informieren:

Eigentumswechsel

Gemäß den satzungsrechtlichen Bestimmungen ist der Eigentumswechsel eines Grundstücks uns unverzüglich mittzuteilen. Dazu ist auch der neue Eigentümer verpflichtet.

Unter Eigentumswechsel fallen:

  • Kauf/Verkauf
  • Schenkung
  • Erbe
  • Tausch

von bebauten und unbebauten Grundstücken.

Um eine taggenaue Abrechnung der Wasser- und Kanalgebühren vornehmen zu können, bitten wir Sie um folgende Informationen:

  • Tag des Eigentumsübergangs
  • Zählerstand der Wasseruhr
  • Kopie des Kaufvertrags - die Seiten, die Verkäufer, Käufer und Flurstücksnummer ausweisen, sind ausreichend
  • Sie sind der neue Eigentümer? Teilen Sie uns bitte mit, wie der zukünftige Wasserverbrauch sein wird (Renovierung, Selbstnutzung, Vermietung, großer Garten, Pool, Anzahl der einziehenden Personen, etc.). Dies erleichtert die Festsetzung der Vorauszahlungen und vermeidet so Abrechnungsfehler.

Bitte beachten Sie, dass eine eventuell bereits erteilte Information an die Verbandsgemeindeverwaltung (z.B. Grundsteuer, Bauamt o.Ä.) nicht automatisch an die Verbandsgemeindewerke (Wasser/Abwasser) übermittelt wird!


Gartenwasserzähler

Die in einem Haushalt verbrauchte Trinkwassermenge wird über einen Wasserzähler erfasst und gemäß dem aktuellen Preisblatt in Rechnung gestellt. Aktuell liegt der Wasserpreis bei 1,10 € je m3. Anhand der verbrauchten Wassermenge werden auch die Gebühren für die Schmutzwasserentsorgung ermittelt; hier beträgt der Preis aktuell 1,90 € je m3. Zur Berechnung der Schmutzwassermenge wird die Trinkwassermenge pauschal um 10% reduziert. Dies gilt ohne weitere Vereinbarung und erfolgt automatisch.
Bei der Verwendung eines angemeldeten Gartenwasserzählers ändert sich diese Regelung allerdings. Die pauschale Reduzierung der Trinkwassermenge um 10%, zur Ermittlung der Schmutzwassergebühr, erfolgt nicht mehr, sondern es werden die durch den Gartenwasserzähler erfassten Wassermengen in Abzug gebracht. Sofern man einen Garten besitzt, erscheint der Einbau eines solchen Zählers verlockend, da man zunächst davon ausgeht, in jedem Fall Geld sparen zu können. Dies erweist sich jedoch oft als Fehleinschätzung. Folgendes gilt es zu beachten:

  • Das bezogene Trinkwasser muss immer in voller Höhe bezahlt werden. Einsparungen sind nur bei der Schmutzwassergebühr möglich.
  • Es muss privat ein geeichter Gartenwasserzähler beschafft werden.
  • Nach Ablauf der Eichfrist (i.d.R. 6 Jahre) ist der Zähler auf eigene Kosten zu erneuern.
  • Der korrekte Einbau des Gartenwasserzählers muss von Mitarbeitern des Wasserwerks geprüft und abgenommen werden. Hierfür werden Gebühren in Höhe von 30,00 € zzgl. Mehrwertsteuer erhoben.
  • Die über den Gartenwasserzähler ermittelten Wassermengen liegen oft unter der 10%-Regelung, daher werden keine Einsparungen erzielt, sondern es kommt im Gegenteil zu höheren Schmutzwassergebühren, da der pauschale Abzug von 10% nicht mehr erfolgt. Dennoch fallen die oben genannten Kosten für den zusätzlichen Wasserzähler an.
  • Das Wasser, das vom Gartenzähler erfasst wird, darf nur zur Bewässerung des Gartens verwendet werden. Hierbei fallen keine Abwassergebühren an, da dieses Wasser vor Ort versickert und von den Pflanzen aufgenommen wird.
  • Die Befüllung eines privaten Schwimmbeckens über den Gartenwasserzähler oder eine andere Verwendung des Wassers, aus der Abwasser entsteht, ist untersagt.


 

Befüllung privater Schwimmbecken

Die Befüllung eines privaten Schwimmbeckens über den Gartenwasserzähler oder eine andere Verwendung des Wassers, aus der Abwasser entsteht, ist untersagt. Entgegen der gängigen Meinung ist Schwimmbadwasser als Schmutzwasser zu betrachten, daher muss für dieses Wasser eine Schmutzwassergebühr erhoben werden. Nach dem Wasserhaushaltsgesetz wird Wasser, das durch häuslichen, gewerblichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften verändert wurde, als Abwasser bezeichnet. Da das Wasser im Pool i.d.R. chemisch behandelt wird, zum Beispiel mit Chlor, Algenschutzmittel, pH-Senkern oder -Hebern usw. handelt es sich somit um verändertes Wasser, sprich Abwasser. Auch der Einsatz von Aktivsauerstoff zur Reinigung des Poolwassers stellt eine Veränderung des Wassers dar. Aber auch ohne chemische Behandlung wird das Wasser allein durch seinen Gebrauch in seinen Eigenschaften verändert, beispielsweise durch Sonnencremes oder Körperflüssigkeiten. Dadurch ergeben sich für die Entsorgung bestimmte Vorgaben.
Grundsätzlich ist Abwasser, zu dem auch das Schwimmbadwasser zählt, der entsorgungspflichtigen Kommune (Gemeinde) zu überlassen, die das Abwasser gesetzeskonform entsorgt und in der Kläranlage reinigt. Das Wasser ist somit der öffentlichen Kanalisation zuzuführen. Damit die Kosten für die Abwasserbeseitigung auch erhoben werden können, ist eine Befüllung des Pools über den Gartenwasserzähler unzulässig, da sonst die Schutzwassergebühr verbotenerweise umgangen wird. Eine Versickerung oder die direkte Einleitung des Schwimmbadwassers in ein Gewässer ist ohne wasserrechtliche Erlaubnis, die von der unteren Wasserbehörde auszustellen wäre, unzulässig. In der Regel kann aber eine Erlaubnis zur Versickerung oder Direkteinleitung ohne vorherige Behandlung des Abwassers nicht erteilt werden. Da diese Behandlung aufgrund des Aufwands eine erhebliche Hürde darstellt, empfehlen wir daher, von dieser Ausnahme keinen Gebrauch zu machen.
Diese Regelung gilt für feste und mobile Pools oder Schwimmbäder, die nicht in die Kategorie „Planschbecken“ mit rund 1 m3 Volumen fallen.